Ich bin gerne schelmisch, ich geb's zu. Gerade habe ich einen weiteren Streich gespielt: ich habe es geschafft, ein wissenschaftliches Paper zu veröffentlichen, welches das Wort "fucking" enthält. Der Trick war, Paul Watzlawicks Geschichte vom Hammer (siehe Wikipedia) etwas kreativ auf Englisch zu übersetzen und dann im Anhang abzudrucken. Wer's sehen will, findet's hier: Electrical and Human Feedback.
Mein Traum war, dass auf der bekannten wissenschaftlichen Literaturdatenbank IEEExplore ab 2013 (wenn die Papers von jener Konferenz aufgeschaltet sind) nur mein Paper kommt.
Aber es wird Nummer 2 sein. Nummer 1 hat sogar das Wort "fucking" im Titel!!!!! Kein Witz! An der 36th Annual Frontiers in Education Conference war ein Paper mit dem Titel "You're all a bunch of fucking feminists:" Addressing the perceived conflict between gender and professional identities using the Montreal Massacre
Sei's drum. Ich bin immer noch der Erste an einer technischen Konferenz. HA!
Sonntag, 25. November 2012
Montag, 2. Juli 2012
Begeistert
In der Predigt am Sonntag erzählte der Pfarrer, wie der Missionar Apollos in Epheseus Priszilla und Aquila traf und von diesen noch etwas lernen konnte, das er aus seinen Studien in Alexandria noch nicht wusste: nämlich was der Unterschied war zwischen der Taufe des Johannes und der Taufe des Jesus. Oder so. Irgendwann verlor ich das Interesse an den theologischen Details, bis am Schluss der Pfarrer sagte: diese Geschichte zeigt sehr schön, wie Gelehrte auch von einfachen Leuten noch was lernen können, wenn in denen nur der heilige Geist da ist.
Begeistert hat mich die Predigt nicht. Und ich frage mich auch: hat Priszilla den Apollos begeistert, weil sie was theologisches wusste, das jener noch nicht wusste? Nein! Priszilla und Aquila hatten vorher anderthalb Jahre mit Paulus verbracht, der sie total für Jesus' Leben begeisterte. Paulus war nämlich lange ein Groupie der ursprünglichen Apostel und ihrer Anhänger gewesen, welche ihn für Jesus' Leben begeisterten. Und die Apostel waren natürlich von Jesus persönlich begeistert worden: nicht für sein theologisches Wissen, sondern für seine Art zu leben.
Priszilla war also näher an der Quelle der Begeisterung als alle anderen Menschen, mit denen Apollos je Zeit verbracht hatte. Kein Wunder riss ihn das mit! Kein Wunder wurde ihm damit unmittelbar klar, was die Worte von Johannes dem Täufer über Jesus wirklich bedeuten: "Nach mir wird einer kommen, der mit Feuer tauft." Apollos hatte selber Feuer gefangen, von Leuten, die sehr nahe an Jesus waren.
"Hast Du den heiligen Geist schon empfangen?" fragte der Priester nach der Predigt in den Raum. Meine Antwort: während einer christlichen Predigt wirklich noch nie. Die Auslegung von Stellen aus einem 2000 Jahre alten Buch lassen mich nicht Feuer fangen. Ich weiss, diese Auslegungen sind Tradition, aber solange das den Gottesdienst dominiert, kommt der heilige Geist nicht freiwillig in die Kirche rein. Begeisterung hat mit Freude zu tun, und Freude lebt!
So hat wohl ein priesterlicher Freund von mir recht, wenn er sagt, man solle nicht AN Jesus glauben, sondern WIE Jesus. Gehet hin und begeistert! Und zwar hier und jetzt!
Begeistert hat mich die Predigt nicht. Und ich frage mich auch: hat Priszilla den Apollos begeistert, weil sie was theologisches wusste, das jener noch nicht wusste? Nein! Priszilla und Aquila hatten vorher anderthalb Jahre mit Paulus verbracht, der sie total für Jesus' Leben begeisterte. Paulus war nämlich lange ein Groupie der ursprünglichen Apostel und ihrer Anhänger gewesen, welche ihn für Jesus' Leben begeisterten. Und die Apostel waren natürlich von Jesus persönlich begeistert worden: nicht für sein theologisches Wissen, sondern für seine Art zu leben.
Priszilla war also näher an der Quelle der Begeisterung als alle anderen Menschen, mit denen Apollos je Zeit verbracht hatte. Kein Wunder riss ihn das mit! Kein Wunder wurde ihm damit unmittelbar klar, was die Worte von Johannes dem Täufer über Jesus wirklich bedeuten: "Nach mir wird einer kommen, der mit Feuer tauft." Apollos hatte selber Feuer gefangen, von Leuten, die sehr nahe an Jesus waren.
"Hast Du den heiligen Geist schon empfangen?" fragte der Priester nach der Predigt in den Raum. Meine Antwort: während einer christlichen Predigt wirklich noch nie. Die Auslegung von Stellen aus einem 2000 Jahre alten Buch lassen mich nicht Feuer fangen. Ich weiss, diese Auslegungen sind Tradition, aber solange das den Gottesdienst dominiert, kommt der heilige Geist nicht freiwillig in die Kirche rein. Begeisterung hat mit Freude zu tun, und Freude lebt!
So hat wohl ein priesterlicher Freund von mir recht, wenn er sagt, man solle nicht AN Jesus glauben, sondern WIE Jesus. Gehet hin und begeistert! Und zwar hier und jetzt!
Freitag, 29. Juni 2012
Tittiporn
heisst die Facebook-Freundin eines Facebook-Freundes. Tittiporn? Echt jetzt? Warum hat sie einen solch schlimmen Namen für ihr Facebook-Konto erfunden?
Das fragte ich mich. Aber es ist ein ganz normaler Thailändischer Name und bedeutet "gesegnet mit Weisheit".
Und was hast DU gedacht?
Das fragte ich mich. Aber es ist ein ganz normaler Thailändischer Name und bedeutet "gesegnet mit Weisheit".
Und was hast DU gedacht?
Sonntag, 24. Juni 2012
Fluchen ist Glückssache ...
Da gibt es eine Geschichte, die ich immer wieder gerne erzähle: als ich immer besser Englisch lernte, fing es mich irgendwann an zu stören, dass viele Briten so häufig fuck this, fuck that, fucking, fuck, fuck, fuck sagen. Man braucht ja hin und wieder einen Kraftausdruck, aber ich wollte einen haben für mich, der sanfter ist als f*cken.
Nun ja, so hörte ich mich um, und fand bald ein anderes Wort, das viel sanfter klang: bugger. Sieht schon netter aus, klingt besser, und ich wusste zwar nicht, was es hiess, aber schlimmer als fuck konnte es ja kaum sein. Und so sagte ich fröhlich "bugger, bugger that for a lark, I'll be buggered," bis mir eine Freundin aus Schottland sagte, was das heisst: ar***f*cken. Seither bin ich wieder auf der Suche.
Diese Anekdote erzählte ich auch am schottischen Hochzeitsfest einem sehr gebildeten, älteren Engländer (so richtig mit edlem Oxford/Cambride-English und so) weil wir gerade über die Schwierigkeit des Sprachenlernens diskutierten. Er fand sie richtig lustig, und machte den Abend hindurch immer wieder Witzchen darüber.
Nach dem Tanz sassen wir noch zusammen, diesmal war seine Frau auch mit dabei, welche von alledem noch nichts wusste. Ich setzte mich hin, aber da ich Rocktragen nicht so gewohnt bin, sass ich so, dass man von bestimmten Richtungen vielleicht zu viel hätte sehen können. Und dann sagte doch der gebildete Engländer: "Sei vorsichtig, wie Du dich mit Kilt hinsetzt, ich weiss ja nicht, wie viel da unten zu sehen ist, aber wenn's zu verlockend ist, you'll get buggered."
Ihr hättet das Gesicht seiner Frau sehen sollen! Sie war total geschockt! Ich glaub nicht, dass sie ihren Ehemann jemals dieses Wort hat verwenden hören, und vor allem niemals in diesem Zusammenhang.
P.S.: in den USA wird "bugger" heute häufig verwendet. Den Leuten ist es dort kaum bewusst, was es heisst. In Grossbritannien ist das anders.
P.P.S.: unter dem Kilt trägt man Boxershorts. Ohne Unterwäche wär's Wahnsinn, der Kilt ist aus einem relativ kratzigen Wollstoff gemacht.
Nun ja, so hörte ich mich um, und fand bald ein anderes Wort, das viel sanfter klang: bugger. Sieht schon netter aus, klingt besser, und ich wusste zwar nicht, was es hiess, aber schlimmer als fuck konnte es ja kaum sein. Und so sagte ich fröhlich "bugger, bugger that for a lark, I'll be buggered," bis mir eine Freundin aus Schottland sagte, was das heisst: ar***f*cken. Seither bin ich wieder auf der Suche.
Diese Anekdote erzählte ich auch am schottischen Hochzeitsfest einem sehr gebildeten, älteren Engländer (so richtig mit edlem Oxford/Cambride-English und so) weil wir gerade über die Schwierigkeit des Sprachenlernens diskutierten. Er fand sie richtig lustig, und machte den Abend hindurch immer wieder Witzchen darüber.
Nach dem Tanz sassen wir noch zusammen, diesmal war seine Frau auch mit dabei, welche von alledem noch nichts wusste. Ich setzte mich hin, aber da ich Rocktragen nicht so gewohnt bin, sass ich so, dass man von bestimmten Richtungen vielleicht zu viel hätte sehen können. Und dann sagte doch der gebildete Engländer: "Sei vorsichtig, wie Du dich mit Kilt hinsetzt, ich weiss ja nicht, wie viel da unten zu sehen ist, aber wenn's zu verlockend ist, you'll get buggered."
Ihr hättet das Gesicht seiner Frau sehen sollen! Sie war total geschockt! Ich glaub nicht, dass sie ihren Ehemann jemals dieses Wort hat verwenden hören, und vor allem niemals in diesem Zusammenhang.
P.S.: in den USA wird "bugger" heute häufig verwendet. Den Leuten ist es dort kaum bewusst, was es heisst. In Grossbritannien ist das anders.
P.P.S.: unter dem Kilt trägt man Boxershorts. Ohne Unterwäche wär's Wahnsinn, der Kilt ist aus einem relativ kratzigen Wollstoff gemacht.
Donnerstag, 21. Juni 2012
Hickszeittorte
Zurück zur schottischen Hochzeit in Nordengland: ich fuhr am Tag davor mit der Mutter des Bräutigams und der Hochzeitstorte 250 Meilen von Edinburgh nach Great Mitton. Profis hatten zwei Tage zuvor die dreistöckige Torte glasiert und verziert.
Gebacken hatte die Mutter die Torte selber. Im Februar.
Nein, das ist kein Witz! Sie hatte vier Stücke in verschiedenen Grössen gebacken, mit zusammen fast 20 Pfund Rosinen und Dörrfrüchten, jedes einzeln drei bis fünf Stunden bei niedriger Temperatur, und dann hat sie die Dinger monatelang regelmässig mit Schnaps übergossen. 1 1/2 Flaschen Brandy seien drin ("my cakes are very thirsty"). Vier Stücke waren es für den Fall, dass eines irgendwie kaputt geht. Das ist aber nicht passiert, und so ist eines übriggeblieben.
Und nun ratet mal, was Schotten in einem solchen Fall machen, sparsam wie sie sind? Richtig: das Ding weiterhin regelmässig mit Schnaps übergiessen und dann als Weihnachtstorte servieren.
Übrigens: als wir am Ort der Feier ankamen, wollte uns die Rezeptionistin beim Tortentragen helfen. Wir baten jedoch um die Hilfe eines starken Mannes. Sie hat uns fast ausgelacht, denn die Torte war gar nicht so voluminös, aber dann hat sie einen grossen, muskulösen und gutangezogenen Hotelangestellten geholt. Der packte die Torte, machte fünf Schritte, stöhnte laut, wurde eine Schattierung bleicher, und bat uns mit dringlicher Stimme, ihm die Türen aufzumachen und den Weg freizuhalten.
Die Torte war übrigens äusserst lecker ...
Gebacken hatte die Mutter die Torte selber. Im Februar.
Nein, das ist kein Witz! Sie hatte vier Stücke in verschiedenen Grössen gebacken, mit zusammen fast 20 Pfund Rosinen und Dörrfrüchten, jedes einzeln drei bis fünf Stunden bei niedriger Temperatur, und dann hat sie die Dinger monatelang regelmässig mit Schnaps übergossen. 1 1/2 Flaschen Brandy seien drin ("my cakes are very thirsty"). Vier Stücke waren es für den Fall, dass eines irgendwie kaputt geht. Das ist aber nicht passiert, und so ist eines übriggeblieben.
Und nun ratet mal, was Schotten in einem solchen Fall machen, sparsam wie sie sind? Richtig: das Ding weiterhin regelmässig mit Schnaps übergiessen und dann als Weihnachtstorte servieren.
Übrigens: als wir am Ort der Feier ankamen, wollte uns die Rezeptionistin beim Tortentragen helfen. Wir baten jedoch um die Hilfe eines starken Mannes. Sie hat uns fast ausgelacht, denn die Torte war gar nicht so voluminös, aber dann hat sie einen grossen, muskulösen und gutangezogenen Hotelangestellten geholt. Der packte die Torte, machte fünf Schritte, stöhnte laut, wurde eine Schattierung bleicher, und bat uns mit dringlicher Stimme, ihm die Türen aufzumachen und den Weg freizuhalten.
Die Torte war übrigens äusserst lecker ...
Mittwoch, 20. Juni 2012
Rabenperle
Es gibt jetzt einen wundervollen Roman, vorerst als eBook auf amazon.de: Rabenblut drängt. Gestern gab es ihn noch nicht. Der Roman hat mich die letzten Wochen begleitet, weil WortSchmid machte das Lektorat und arbeitet an der graphischen Gestaltung von Titelblatt und Webauftritt kräftig mit.
Gestern also lud die Autorin, Nikola Hotel, das eBook auf den Server von Amazon hoch ... und dann begann das lange Warten. Als um Mitternacht das Buch noch immer nicht sichtbar war, haben wir entschieden, dass nur einer wach bleiben sollte, um immer wieder zu schauen, ob das Buch nun endlich da sei.
Der Computer.
In der Computersprache Perl (hier der erste Grund für den Titel dieses Posts) schrieb ich folgendes:
my $asin="http://amazon.de/dp/B008CQYYQK";
while (1) {
my $result = system("wget $asin");
if ($result==0) { system("playsound ora.mp3"); }
sleep 1000;
}
Das heisst soviel wie: schau alle 1000 Sekunden nach, ob das Buch endlich da ist, und wenn ja, spiel "Ora" von Ludovico Einaudi ab ...
Und das machte der Computer irgendwann vor zwei Uhr in der Nacht. Ende gut, alles gut.
Oder fast alles: denn das Buch ist eine wahre Perle (der zweite Grund für den Titel dieses Posts), aber Du, liebe Leserin, lieber Leser, hast es noch nicht gelesen!
Wenn Dir also für heute noch ein freudeliges Erlebnis fehlt, ist es höchste Zeit, auf den Link oben im Perl-Programm zu klicken und sofort die Leseprobe zu verschlingen.
Gestern also lud die Autorin, Nikola Hotel, das eBook auf den Server von Amazon hoch ... und dann begann das lange Warten. Als um Mitternacht das Buch noch immer nicht sichtbar war, haben wir entschieden, dass nur einer wach bleiben sollte, um immer wieder zu schauen, ob das Buch nun endlich da sei.
Der Computer.
In der Computersprache Perl (hier der erste Grund für den Titel dieses Posts) schrieb ich folgendes:
#!/usr/bin/perl
my $asin="http://amazon.de/dp/B008CQYYQK";
while (1) {
my $result = system("wget $asin");
if ($result==0) { system("playsound ora.mp3"); }
sleep 1000;
}
Das heisst soviel wie: schau alle 1000 Sekunden nach, ob das Buch endlich da ist, und wenn ja, spiel "Ora" von Ludovico Einaudi ab ...
Und das machte der Computer irgendwann vor zwei Uhr in der Nacht. Ende gut, alles gut.
Oder fast alles: denn das Buch ist eine wahre Perle (der zweite Grund für den Titel dieses Posts), aber Du, liebe Leserin, lieber Leser, hast es noch nicht gelesen!
Wenn Dir also für heute noch ein freudeliges Erlebnis fehlt, ist es höchste Zeit, auf den Link oben im Perl-Programm zu klicken und sofort die Leseprobe zu verschlingen.
Sonntag, 17. Juni 2012
Scottish Wedding
Nach einwöchiger Pause meldet sich John P. MacGregor zurück von der Hochzeit eines schottischen Freundes:
Nein, das ist nicht der Bräutigam: das bin ich, und ich trage meinen Kilt in den Farben des Clans MacGregor, von dem ich tatsächlich abstamme, wenn auch der Teil der Familie schon länger aus Schottland ausgewandert ist.
Ach könnte ich doch öfters einen Kilt tragen! Tanzen mit Rock ist soooo schön, er wirbelt so herrlich, wenn man sich dreht, und macht wunderbare Wellenbewegungen, wenn man springt. (Meine Leserinnen können das wahrscheinlich eher nachvollziehen als meine Leser.)
Also seid gespannt auf die nächsten Freudelis; ich hab Euch einiges mitgebracht aus dem Königreich im Westen.
Nein, das ist nicht der Bräutigam: das bin ich, und ich trage meinen Kilt in den Farben des Clans MacGregor, von dem ich tatsächlich abstamme, wenn auch der Teil der Familie schon länger aus Schottland ausgewandert ist.
Ach könnte ich doch öfters einen Kilt tragen! Tanzen mit Rock ist soooo schön, er wirbelt so herrlich, wenn man sich dreht, und macht wunderbare Wellenbewegungen, wenn man springt. (Meine Leserinnen können das wahrscheinlich eher nachvollziehen als meine Leser.)
Also seid gespannt auf die nächsten Freudelis; ich hab Euch einiges mitgebracht aus dem Königreich im Westen.
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