Dank meinem Sohn habe ich vor längere Zeit angefangen, Yu-Gi-Oh zu spielen und Yu-Gi-Oh-Karten zu sammeln. Bei diesem Spiel geht es darum, aus den Karten, die man hat, zwischen 40 und 60 so zu einem Deck zusammenzustellen, so dass dieses Deck möglichst spielstark wird. Mein Deck hat immer genau 42 Karten. 42, das ist die Antwort auf die grosse Frage nach dem Leben, dem Universum, und überhaupt allem, zumindest nach Douglas Adams und seinem witzigen Buch "Hitchhiker's Guide to the Galaxy". Mir gefällt diese Zahl, sie hat etwas Magisches!
Im Yu-Gi-Oh! gibt es viele verschiedene Spielthemen. Mir gefallen die Feen am besten; hier seht ihr meine Lieblingskarte, "Aufrichtig":
Ich spiele nicht nur mit meinem Sohn, sondern hin und wieder auch an Turnieren, und an diesen Turnieren dominieren im Moment die Insekten, genannt Inzektor, vielleicht weil's cooler klingt. Dazu bring ich kein Bild, die sehen recht unangenehm aus, und sind wirklich sehr stark! Jeder Yugioh!-Spieler (ausser die Inzektorspieler natürlich) fragt sich: was mache ich, wenn der Gegner Inzekten spielt? Viele finden keine schlaue Antwort.
Doch als ich die Frage meinem Sohn am Esstisch stellte, sagte meine Frau - sie interessiert sich wirklich nicht für das Bubenspiel Yu-Gi-Oh! - gegen Insekten nehme man Insektenvertilgungsspray.
Insektenvertilgungsspray? Echt jetzt? Daran hatten wir wirklich nicht gedacht!
Am nächsten Turnier probier ich's gleich aus. Und wer jetzt denkt, ich rede ironisch, weil eine Unwissende versucht hat mitzureden: weit gefehlt! Es gibt in diesem Spiel Insektenvertilgungsspray. Und am nächsten Turnier hab ich welches dabei:
Falls sich jemand wundert, weshalb ich so viel Gewicht auf einen Spruch einer Nichtspielerin lege: erinnere Dich an Paulo Coelho, der mal sagte: Dein Schutzengel spricht zu Dir aus den Mündern Deiner Nächsten ...
freude.li: der Blog
Samstag, 3. März 2012
Sonntag, 26. Februar 2012
Wort zum Sonntag
Ich stolperte vor ein paar Minuten über ein wunderbares Gedicht von Angelus Silesius:
Das strahlt eine unglaubliche Wärme und Nähe aus, nicht wahr?
Ich bin nicht ausser Gott
und Gott nicht ausser mir.
Ich bin sein Glanz und Licht,
und er ist meine Zier.
Das strahlt eine unglaubliche Wärme und Nähe aus, nicht wahr?
Freitag, 17. Februar 2012
Beethoven, Bonn, Rüpel.
Als ich in Bonn auf dem Platz vor dem Münster den grossen Bronze-Beethoven sah, wurde mir erst recht bewusst, dass ich in seiner Geburtsstadt bin! Beethoven, sagt man, sei ein rechter Rüpel gewesen. Aber seine Musik war himmlisch!
Und manchmal kam beides zusammen, zum Beispiel hier:
Für die Nichtmusiker: in der Mitte steht neben dem p ein Winkelzeichen und dann ein sf. Das heisst: dieser lange Ton soll leise (p) angefangen werden, immer lauter (Winkel) werden, und dann Bonnnnnnnn (sf), plötzlich ein heftiger Knall ...
Ein Rüpel, dieser Beethoven!
Warum? Sowas ist doch durchaus üblich in der Musik, oder?
Ich sag Euch warum: Beethoven hat das für Klavier geschrieben. Und da kannst Du lange warten, bis beim Klavier ein gespielter Ton immer lauter wird.
Beethoven, Klaviersonate in Es op. 7, zweiter Satz, Takt 38.
Bonn.
Rüpel.
Und manchmal kam beides zusammen, zum Beispiel hier:
Für die Nichtmusiker: in der Mitte steht neben dem p ein Winkelzeichen und dann ein sf. Das heisst: dieser lange Ton soll leise (p) angefangen werden, immer lauter (Winkel) werden, und dann Bonnnnnnnn (sf), plötzlich ein heftiger Knall ...
Ein Rüpel, dieser Beethoven!
Warum? Sowas ist doch durchaus üblich in der Musik, oder?
Ich sag Euch warum: Beethoven hat das für Klavier geschrieben. Und da kannst Du lange warten, bis beim Klavier ein gespielter Ton immer lauter wird.
Beethoven, Klaviersonate in Es op. 7, zweiter Satz, Takt 38.
Bonn.
Rüpel.
Donnerstag, 9. Februar 2012
Apokatastrophe
Nach einem sehr interessanten Gespräch darüber, warum Menschen oft Dinge einfach haben wollen, kam mir wieder der Spruch in den Sinn, den ich mal am Rückfenster eines Wohnmobils sah:
Man gönnt sich ja sonst nicht's!
Wie wahr! Und wenn man sich ja sonst nichts gönnt, so doch mindestens ein Apostroph.
Wir haben uns ja die letzten Tage schon was gegönnt: eine Reise nach Köln und Bonn. Dort habe ich viel freude.li-ges gesehen, aber in Bonn auch den bisher grössten Apostroph-Schock meines Lebens:
Bar upstair's.
Es war mit Kreische -- Freud'scher Versprecher ... Kreide -- geschrieben; ich hab's versucht auszuputzen, das Apostroph, aber es stand wohl schon viel zu lange dort, und quält mich bi's heute noch in meinen Träume'n.
Man gönnt sich ja sonst nicht's!
Wie wahr! Und wenn man sich ja sonst nichts gönnt, so doch mindestens ein Apostroph.
Wir haben uns ja die letzten Tage schon was gegönnt: eine Reise nach Köln und Bonn. Dort habe ich viel freude.li-ges gesehen, aber in Bonn auch den bisher grössten Apostroph-Schock meines Lebens:
Bar upstair's.
Es war mit Kreische -- Freud'scher Versprecher ... Kreide -- geschrieben; ich hab's versucht auszuputzen, das Apostroph, aber es stand wohl schon viel zu lange dort, und quält mich bi's heute noch in meinen Träume'n.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Bildschirmschoner
freude.li meldet sich nach langem zurück mit einem Bildschirmschoner: Standard Time. Standard Time zeigt, wie eine grössere Menge Leute 24 Stunden lang eine riesige Digitaluhr aus Holz am laufen halten, indem sie jede Minute die Anzeige von Hand umbauen. Das Ganze ist -- wenn als Bildschirmschoner betrieben -- synchron mit der Tageszeit.
Glaubst Du nicht? Guckst Du hier:
Ich kann da seelenruhig mehrere Minuten lang zuschauen. Mein Dreieinbhalbjähriger liebt es noch mehr als ich, er möchte immer "die Baumänner, die Zahlen bauen" schauen. Andere Eltern setzen ihre Kinder vor den Fernseher ... freude.li setzt sie vor den Bildschirmschoner.
Glaubst Du nicht? Guckst Du hier:
Ich kann da seelenruhig mehrere Minuten lang zuschauen. Mein Dreieinbhalbjähriger liebt es noch mehr als ich, er möchte immer "die Baumänner, die Zahlen bauen" schauen. Andere Eltern setzen ihre Kinder vor den Fernseher ... freude.li setzt sie vor den Bildschirmschoner.
Dienstag, 29. November 2011
Neues aus Absurdistan
Heute morgen habe ich einmal per Papier und viermal per E-Mail (mit langem Anhang) die Einladung zu einer Tagung bekommen.
Thema der Tagung: Ressourcenverschleiss.
QED.
Thema der Tagung: Ressourcenverschleiss.
QED.
Sonntag, 27. November 2011
Shabby Chic 'Bone
Ich spiele sehr gerne Posaune (English: Trombone oder kurz 'Bone)! Und seit ich vor vielen Jahren mal auf dem unlackierten Naturhorn spielen durfte, das ein Kollege von mir in Mozartopern und ähnlichem spielt, habe ich mich in Rohmessing verliebt.
So ist auch meine
nicht lackiert. Ihr Becher ist vom vielen Durchglühen bein Herstellen aussen blauschwarz (was ist denn der passiert, Zimmerbrand?) und der Rest der Messingteile ist gefleckt und nimmt alle Farben an:
Glänzen tut sie nicht wirklich (Ohje ... ich hab noch ne Flasche Sigolin zu Hause, soll ich sie Dir mitbringen?); das einzige, was glänzt, ist das Mundstück
denn selbst innen drin ist sie total schwarz (Jetzt hast Du doch 32 Takt Pause, willst Du die nicht zum Putzen nutzen?), wie dieses Bild zeigt:
Der Instrumentenbauer sagt, unlackiert (Mit sowas würde ich mich nie auf der Bühne blicken lassen!) klingen sie besser, seine Posaunen.
Er weiss das, weil zwei Kunden habe ihre Instrumente Wochen nach dem Kauf zurückgebracht. Zum lackieren. Sie haben die Sprüche nicht mehr ertragen.
Man könnte auch eine unlackierte Posaune besser am Glänzen halten, wenn man wollte, durch dauerndes Putzen und Ölen. Aber da verwende ich meine Zeit lieber zum üben. Denn ich liebe sie, meine gefleckte Posaune, die Runzeln und Falten kriegt mit dem Alter wie ich auch (Da sieht man gleich, die ist gebaut um zu klingen und nicht um auszusehen!), ich liebe ihren warmen Klang (Ich hab am Wochenende meine Posaune abgebeizt, die klingt jetzt wirklich besser!), ich liebe es, wie sie mich erdet.
Ich liebe meine Shabby Chic 'Bone.
(Und auch meine WortSchmid, die so wundervolle Photos gemacht hat. Ich hab's auch mal selber versucht, aber bin gescheitert ...)
So ist auch meine
nicht lackiert. Ihr Becher ist vom vielen Durchglühen bein Herstellen aussen blauschwarz (was ist denn der passiert, Zimmerbrand?) und der Rest der Messingteile ist gefleckt und nimmt alle Farben an:
Glänzen tut sie nicht wirklich (Ohje ... ich hab noch ne Flasche Sigolin zu Hause, soll ich sie Dir mitbringen?); das einzige, was glänzt, ist das Mundstück
denn selbst innen drin ist sie total schwarz (Jetzt hast Du doch 32 Takt Pause, willst Du die nicht zum Putzen nutzen?), wie dieses Bild zeigt:
Der Instrumentenbauer sagt, unlackiert (Mit sowas würde ich mich nie auf der Bühne blicken lassen!) klingen sie besser, seine Posaunen.
Er weiss das, weil zwei Kunden habe ihre Instrumente Wochen nach dem Kauf zurückgebracht. Zum lackieren. Sie haben die Sprüche nicht mehr ertragen.
Man könnte auch eine unlackierte Posaune besser am Glänzen halten, wenn man wollte, durch dauerndes Putzen und Ölen. Aber da verwende ich meine Zeit lieber zum üben. Denn ich liebe sie, meine gefleckte Posaune, die Runzeln und Falten kriegt mit dem Alter wie ich auch (Da sieht man gleich, die ist gebaut um zu klingen und nicht um auszusehen!), ich liebe ihren warmen Klang (Ich hab am Wochenende meine Posaune abgebeizt, die klingt jetzt wirklich besser!), ich liebe es, wie sie mich erdet.
Ich liebe meine Shabby Chic 'Bone.
(Und auch meine WortSchmid, die so wundervolle Photos gemacht hat. Ich hab's auch mal selber versucht, aber bin gescheitert ...)
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